Wasserbett

Als Schlafstätte ist das Wasserbett bereits seit dem Altertum verwendet worden. In Mesopotamien und später auch bei den Römern und Griechen kamen Tierhäute, die entsprechend mit Wasser gefüllt waren, als Bett zum Einsatz. Ein britischer Arzt entwickelte dann Mitte des 19. Jahrhunderts den Vorläufer der heute üblichen Wassermatratzen.

Durch die Verwendung einer Matratze, die mit Wasser gefüllt ist, wird ein sehr viel höherer Schlafkomfort erreicht, als dies bei einer Standardausführung der Fall ist. Dabei passt sie sich ständig der Form des Körpers an, unabhängig von der Position oder der Anzahl an Bewegungen. Aus diesem Grund liegt der Körper mit der größtmöglichen Fläche auf der Matratze des Wasserbettes auf, was speziell auftretende Druckpunkte zum Beispiel im Schulterbereich und der Beckenregion vermeidet. So ist es auch möglich, dass Störungen bei der Blutzirkulation während der Nacht verhindert werden. Die Folge dessen ist ein wesentlich gesünderer Schlaf sowie ein viel wohltuenderes Schlafverhalten. Die in das Wasserbett integrierte Heizung sorgt für eine sehr angenehme und wohlige Wärme und eine sich entspannende Muskulatur. Diesen Vorteil nutzen zahlreiche Schwangere und Personen mit Rückenbeschwerden.

Allerdings sind alle diese Vorteile auch mit hohen Hygieneanforderungen verbunden. So muss die Matratze alle drei Monate gereinigt werden. Dabei sollte diese anschließend mit Vinylpfleger behandelt werden. Hautschuppen und Haare können sich nicht im Innenraum der Matratze sammeln und stellen somit auch keine Brutstätte für beispielsweise Schimmel, Milben und Bakterien dar. Oft kommen auch waschbare Auflagen zum Einsatz, welche zur Abrundung und Perfektion der Hygiene führen. Auf diesem Weg können ebenfalls für Asthmatiker und Allergiker die idealen Voraussetzungen geschaffen werden. In der Medizin werden Wasserbetten häufig erfolgreich bei Heilbehandlungen verwendet. Sie wirken sich zudem präventiv positiv auf den Rucken und die Muskulatur aus. Die von der integrierten Heizung erzeugte Wärme unterstützt die Wirbelsäule und fördert die Gesundheit immens.

Die Anschaffungskosten, die für ein Wasserbett anfallen, können mit denen eines qualitativ hochwertigen Bettes, das aus Bettrahmen, Matratze und Lattenrost besteht, verglichen werden. Dabei gibt es auch hier Unterschiede. Auf der einen Seite gibt es die günstigen Varianten, die in normalen Möbelhäusern zu finden sind, auf der anderen Seite aber auch die hochpreisigen Angebote von Fachhändlern, die sich auf den Verkauf von Wasserbetten spezialisiert haben. Im Vergleich zu einer herkömmlichen Matratze hat die Wasserbefüllte eine wesentliche höhere Lebensdauer mit etwa 15 Jahren. Es fällt ein Verbrauch an Strom für die Heizung in Höhe von ca. einer Kilowattstunde am Tag an, was in etwa vier Euro im Monat entspricht. Das in der Matratze befindliche Wasser muss jedoch nie ausgewechselt werden, sobald es mindestens einmal im Jahr mit einem speziellen Conditioner behandelt wird. Auf diesem Weg lässt sich die Bildung von Algen und Bakterien abwenden. Die durch das Wasser verursachte hohe Masse beträgt in der Regel 200 Kg je Quadratmeter.